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Unfallversicherung für Österreich

 

Informationen

Die Unfallversicherung zahlt eine Kapitalleistung und/oder eine Rente, wenn es infolge eines Unfalls zu einer dauerhaften Invalidität kommt. Unfallversicherung stellt somit einen wichtigen und guten Schutz dar, wenn es darum geht, die eigenen Lebensumstände an plötzlich und unerwartet eintretende Einschränkungen anzupassen. So können die Zahlungen der Unfallversicherung gut eingesetzt werden, um Haus oder Auto behinderungsgerecht umzubauen oder Umschulungs- & Rehabilitationskosten zu decken. Eine Unfallversicherung ist daher sehr wichtig.

Da Unfallversicherungen keinen Schutz vor den Folgen schwerwiegender Erkrankungen bieten, sind Unfallversicherungen nicht geeignet, andere Einkommenssicherungen wie Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen zu ersetzen. Weil insbesondere für Kinder Einkommenssicherungen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, lassen sich gerade Kinder über die Unfallversicherung preiswert und umfassend absichern. Für Kinder ist eine gute Unfallversicherung unverzichtbar. Die Leistungshöhe von Unfallversicherungen wird neben der Versicherungssumme auch aus der Progression und der Gliedertaxe bestimmt.

Die Gliedertaxe ordnet jedem Abschnitt des Körpers einen prozentualen Erstattungssatz zu. Je großzügiger die Gliedertaxe diese prozentualen Erstattungssätze bemisst, desto höher ist die Leistung bei Verlust oder invaliditätsbedingter Einschränkung des jeweiligen Körperabschnitts (z. B. Verlust des Beins). Der Gliedertaxe kommt daher eine besondere Bedeutung bei der Unfallversicherung zu. Insbesondere für Berufsbilder, die in spezifischen Körperbereichen von besonderen feinmechanischen Voraussetzungen abhängen (z. B. die Finger bei Chirurgen), sollte eine Unfallversicherung mit einer speziell angepassten Gliedertaxe erwogen werden.

Die Progression erhöht die versicherten Leistungen, insbesondere bei schweren Invaliditäten. Je höher die Progression ist, desto stärker steigt die Leistung mit der Schwere des Unfalls. Mithilfe einer hohen Progression lassen sich daher insbesondere schwere Unfälle preiswert absichern.

Die wichtigsten Ausschlüsse in der Unfallversicherung beziehen sich auf Risiken, die durch Gefahren erhöhende Freizeit- & Berufsaktivitäten auftreten. So sind beispielsweise Tauchunfälle, Flugunfälle oder Unfälle beim Bergsteigen in den meisten Fällen nicht mitversichert. In der Unfallversicherung lassen sich weitere Leistungen mitversichern. Die Wichtigsten sind:

•   Leistungen bei Unfalltod

•   Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld

•   Leistungen für kosmetische Operationen

•   Übergangs- oder Sofortleistungen

Wie wichtig diese Leistungen sind, hängt von den persönlichen Lebensumständen und der Erwartungshaltung ab.

 

Wichtige Fragen

Was bedeutet die Mindestprogression?

Die Progression ist eine Erweiterung zur Erhöhung der regulären Versicherungsleistung.
Diese liegt meist zwischen 300-600 %. Dies bedeutet, dass die Invaliditätsleistung umso mehr ansteigt, je schwerer die Invalidität ist.

Welche Versicherungssummen sind sinnvoll?

Versicherungssumme und Prämie

Die Versicherungssumme richtet sich ganz nach Ihren persönlichen Bedürfnissen. Die meisten Versicherungsgesellschaften bieten die Vereinbarung einer Wertsicherung der Versicherung an, sodass die ursprünglich gewählten Summen auch über die Zeit im Wert erhalten bleiben. Die Prämie ist u. a. abhängig von der gewählten Versicherungssumme, vom Versicherungsumfang und auch vom Beruf des Versicherten.

Ein Wechsel des im Antrag angegebenen Berufes ist daher sofort der Versicherung bekannt zu geben. Es kann sich daraus eine niedrigere, aber auch höhere Prämie ergeben.

Die Unfallversicherungsprämien können beim Finanzamt als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Eine Prämienbestätigung erhalten Sie von Ihrer Versicherung.

Wann ist der Zusatz Motorradrisiko sinnvoll?

Natürlich, wenn man sich ein Motorrad zulegt oder öfter damit unterwegs ist.
Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung oder bei unserem Betreuerteam unter service@arc.ag!
Grundsätzlich Meldepflicht!

Ab wann greift die Versicherung?

Der einstweilige Versicherungsschutz beginnt, sobald der Antrag bei der Versicherung eingelangt ist und diese den Eingang bestätigt. Wann der reguläre Versicherungsschutz beginnt, entscheidet die Versicherungsgesellschaft bzw. richtet sich dann nach dem Beginndatum auf dem “Online-Antrag”. Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist die wahrheitsgemäße Angabe aller Daten, die Annahme durch den Versicherer und eine fristgerechte Bezahlung des Erstbeitrags!

Was beinhaltet die Versicherung?

Die Unfallversicherung gibt Versicherungsschutz

•    Bei der Arbeit und bei Geschäftsreisen

•    Im Straßenverkehr

•    Im Haushalt

•    In der Freizeit, bei Sport und Hobby

•    Im Urlaub

Finanzielle Einbußen treten aber oft nicht nur ein, wenn der Unfall eine bleibende Gesundheitsschädigung oder sogar den Tod zur Folge hat. Man sollte auch für Einkommenseinbußen durch unfallbedingte Krankenstände, Spitalsaufenthalte, für Kosten der Heilung und der Bergung nach einem Unfall vorsorgen. Möglichkeiten bietet die Unfallversicherung mit Taggeld, Spitalsgeld und Unfallkostenerstattung (Heil-, Bergungs- und Rückholkosten).

Leistungen aus der Unfallversicherung

Bei dauernder Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall wird der dem Prozentsatz der Invalidität entsprechende Anteil der Versicherungssumme bezahlt. Nachzulesen ist dieser Prozentsatz, der bei vollständigem Verlust von Körperteilen oder Sinnensorganen oder völliger Funktionseinschränkung zum Tragen kommt, in der so genannten „Gliedertaxe“, die Bestandteil der Vertragsbedingungen zu der Unfallversicherungspolizze ist. Bei teilweisem Verlust oder Funktionsminderungen der Körperteile oder Sinnesorgane (das genaue Ausmaß wird vom Arzt bestimmt) werden die in der Gliedertaxe angegebenen Prozentsätze entsprechend herabgesetzt.

Im Todesfall wird die versicherte Summe an die bezugsberechtigten Personen ausbezahlt, wenn der unfallbedingte Tod innerhalb eines Jahres nach dem Unfalltag eintritt. Die Invaliditätsleistung wird als Kapitalleistung oder als Unfallrente im Sinne der Bedingungen erbracht.

Taggeld
Wird bei dauernder oder vorübergehender Invalidität für die Dauer der vollständigen Arbeitsunfähigkeit für maximal 365 Tage innerhalb von vier Jahren ab dem Unfalltag gezahlt.

Spitalsgeld
Wird für jeden Kalendertag, an dem sich der Versicherte wegen eines Versicherungsfalles in medizinisch notwendiger stationärer Heilbehandlung befindet, aber für maximal 365 Tage innerhalb von vier Jahren ab dem Unfalltag gezahlt. Versichert sind auch unfallbedingte Kosten, die innerhalb von vier Jahren nach dem Unfall entstehen. Dazu zählen etwa Heilkosten, Bergungskosten und Rückholkosten.

Heilkosten:

Ersetzt werden die tatsächlichen Heilkosten bis zur Höhe der Versicherungssumme. Dazu zählen auch die Kosten des Verletztentransportes, die erstmalige Anschaffung künstlicher Gliedmaßen sowie andere erforderliche erstmalige Anschaffungen.

Aber Achtung: Nicht ersetzt werden Kosten für Erholungsreisen und -aufenthalte, Reparatur oder Wiederbeschaffung von Zahnersatz, künstliche Gliedmaßen oder künstliche Behelfe.

Bergungskosten:

Bei der Bergung des Versicherten nach einem Unfall oder aus Berg- oder Seenot werden die Kosten des Suchens und des Transportes bis zur nächsten befahrbaren Straße oder bis zum nächstgelegenen Spital ersetzt.

Rückholkosten:

Wenn sich der Unfall außerhalb des Wohnortes des Versicherten ereignet hat, werden die Kosten des ärztlich empfohlenen Transportes zu dem – seinem Wohnort nächstgelegenen – Krankenhaus ersetzt. Bei einem tödlichen Unfall werden auch die Kosten der Überführung des Toten zu dessen letztem Wohnort in Österreich bezahlt.

Nicht versichert

Bestimmte Unfälle sind üblicherweise von der Versicherung ausgeschlossen. Dazu zählen zum Beispiel Unfälle bei Extremsportarten (wie zum Beispiel Fallschirmspringen oder Paragliding etc.) sowie Unfälle bei Motor oder wintersportlichen Wettbewerben. Für solche Gefahren können Sie aber unter Umständen eine gesonderte Vereinbarung mit Ihrer Versicherung treffen – fragen Sie dazu einfach Ihren Versicherungsberater. Unfälle infolge Alkohol-, Suchtgift oder Medikamentenmissbrauchs und beim Begehen strafbarer Handlungen werden von der Versicherung nicht übernommen.

Was ist im Schadenfall zu tun?

Nach dem Unfall

Wichtig ist auf jeden Fall, schnell ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Danach sollte der Versicherung spätestens innerhalb einer Woche eine schriftliche Unfallmeldung geschickt werden. Ein Todesfall muss der Versicherung innerhalb einer bestimmten Frist – in der Regel drei Tage – angezeigt werden.

Meinungsverschiedenheiten mit der Versicherung – Ärztekommission

Bei Meinungsverschiedenheiten über Art und Umfang der Unfallfolgen gilt ganz allgemein, dass innerhalb von sechs Monaten nach Zugang der Leistungserklärung des Versicherers eine Ärztekommission angerufen werden kann. Die genauen Details entnehmen Sie bitte Ihrem Versicherungsvertrag.

 

Quellenangabe: vvo.at, wikipedia.at

Versicherung kündigen

Bitte ausfüllen, ausdrucken und unterschreiben und an ihre Versicherung eingeschrieben senden.
Tipp: Machen Sie sich eine Kopie davon.

Wie und wann kann ich einen Versicherungsvertrag kündigen?

Versicherungsverträge werden meistens auf 3-10 Jahre abgeschlossen und können generell zum Ablauf unter Einhaltung der Kündigungsfrist (1-3 Monate) gekündigt werden. Verträge, welche nach dem 31. März 1994 abgeschlossen wurden, können zum Ablauf des dritten Jahres (§8 Abs. 3 VersVG) unter Einhaltung der Kündigungsfrist (1-3 Monate) gekündigt werden. Danach besteht ein jährliches Kündigungsrecht unter Einhaltung der Kündigungsfrist (1-3 Monate).
Verträge, welche vor dem 31. März 1994 abgeschlossen wurden, können nur mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten vor Ablauf des jeweiligen Versicherungsjahres gekündigt werden.

Achtung: Aus Beweisgründen sollten Sie die Kündigung rechtzeitig und eingeschrieben einschicken und darauf achten, dass sie bereits vor Beginn der Kündigungsfrist bei der Versicherung einlangt.

Dauerrabatt:

•    Bei Verträgen zwischen 3 und 10 Jahren wird meist ein Prämiennachlass in Form eines Dauerrabatts gewährt.
•    Bei vorzeitiger Kündigung verlangt der Versicherer diesen für die in Anspruch genommenen versicherten Jahre anteilig zurück.

Rücktritt von Verträgen:

•    Als Verbraucher haben Sie das Recht, gemäß § 3 KschG (Konsumentenschutzgesetz) innerhalb von 1 Woche ab Erhalt der
   Polizze vom Vertrag zurückzutreten, wenn der Vertrag auf Veranlassung des Werbers außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten
–   des Versicherers abgeschlossen wurde. Dieses Recht besteht nicht, wenn der Konsument das Geschäft selbst angebahnt hat.
•    Wenn Sie Ihre schriftliche Vertragserklärung persönlich beim Versicherer abgegeben haben, können Sie gemäß § 5b VersVG
–   unter bestimmten Voraussetzungen innerhalb von 2 Wochen vom Vertrag zurücktreten: u.a. dann, wenn Sie keine Kopie der
   Vertragsunterlagen erhalten haben. Der Rücktritt muss schriftlich erfolgen.

–   Beispiel: „Gemäß § 5b VersVG trete ich von o.a. Vertrag zurück.“
•    Gemäß § 1a VersVG kann der Versicherer nach Ihrem Rücktrittsantrag auf eine Bindungsfrist bestehen. Diese Frist darf
–   höchstens 6 Wochen betragen, außer es wurde eine längere Bindungsfrist vereinbart.

Kündigung von Verträgen

Kfz-Haftpflicht, Kasko und Kfz-Rechtsschutzversicherung
•    Ablauf des Vertrags gemäß § 14 KHVG (Kündigungsfrist: 1 Monat)
•    Kündigung gemäß § 14a KHVG (Kündigungsfrist: 1 Monat ab Mitteilung)
•    Das versicherte Kraftfahrzeug wurde behördlich abgemeldet und verkauft (keine Kündigungsfrist)
•    Kfz-Rechtsschutzversicherung (Art. 17 Pkt. 5 ARB) (keine Kündigungsfrist)

Beispiel: „Ich kündige die Rechtsschutzversicherung aufgrund von Risikowegfall.“

Elementarsparten: Unfall, Rechtsschutz, Eigenheim, Haushalt, etc.

•    Bei unangemessener Fristsetzung durch den Versicherer (keine Kündigungsfrist)

–   Beispiel: „Der Vertrag ist gemäß § 6 Abs 1 KSchG abgelaufen. Ich ersuche um rückwirkende Stornierung und
–   Rücküberweisung der irrtümlich eingezahlten Prämie.“
•    Kündigung der Haushaltsversicherung wegen Übersiedlung (Art. 3 Pkt 4 ABH) (Kündigungsfrist: vor dem Umzug)

–   Beispiel: „Der Umzug beginnt einen Tag nach o.a. Kündigungsdatum.“
•    Erwerbskündigung gemäß § 70 VersVG
–   (Kündigungsfrist: 1 Monat nach dem Erwerb bzw. nach Kenntniserlangung von der Versicherung)
–   Beispiel: „Als Erwerber des versicherten Risikos kündige ich alle dafür bei Ihnen bestehenden Versicherungen im eigenen
   sowie im Namen aller Miteigentümer.“

WICHTIG: Wir bemühen uns stets, alle Inhalte aktuell und vorselektiert anzubieten. Jedoch können wir nicht für Aktualität und Richtigkeit garantieren und somit auch keine Haftung für daraus resultierende Schäden übernehmen.

Sie haben folgende Möglichkeiten für einen Rücktritt:

§ 1a VersVG
§ 3 KschG
§ 3a KschG
§ 5 VersVG
§ 5b VersVG
§ 165a VersVG

Antragsbindefrist wurde nicht eingehalten
Haustürgeschäfte
Begünstigung durch Dritte wurde nicht eingehalten
Polizze weicht vom Antrag ab
Nichtausfolgung von Antragskopie und/oder Bedingungen
Rücktritt bei Lebensversicherungsverträgen

Sie haben folgende Möglichkeiten für eine Kündigung:

§ 6 Abs. 1 Z 2 KschG
§ 8 Abs. 2 VersVG
§ 8 Abs. 3 VersVG
§ 14 KHVG
§ 14a KHVG
§ 60 Abs. 1 VersVG
§ 68 VersVG
§ 70 Abs. 2 VersVG
§ 96 VersVG
§ 113 VersVG
§ 158 VersVG
§ 165 VersVG
§ 191b Abs. 3 VersVG

Ablaufkündigung / kein Hinweis auf Verlängerungsklausel (nur für Konsumentenverträge)
Stillschweigende Verlängerung der Vertragsdauer
Ablaufkündigung für 3-Jahresverträge
Kfz-Haftpflichtverträge
Prämienerhöhung in der Kfz-Haftpflichtversicherung
Doppelversicherung
Wegfall des versicherten Interesses
Besitzwechselkündigung (Erwerberkündigung)
Kündigung der Feuerversicherung nach dem Versicherungsfall
Kündigung der Hagelversicherung nach dem Versicherungsfall
Kündigung der Haftpflichtversicherung nach dem Versicherungsfall
Kündigung von Lebensversicherungen
Ablaufkündigung für alte 10-Jahresverträge (abgeschlossen vor dem 1.4.1994)

Rücktrittsmöglichkeiten für den Versicherer:

§ 38 VersVG

Zahlungsverzug bei der Erstprämie

Kündigungsmöglichkeiten für den Versicherer:

§ 6 VersVG
§ 10 VersVG
§ 14 VersVG
§ 24 VersVG
§ 39 VersVG
§ 70 Abs. 1 VersVG

Vorsätzliche Schadensfallherbeiführung, Obliegenheitsverletzung
Nichtanzeigen einer Wohnungsänderung
Konkurs des Versicherungsnehmers
Kündigung wegen Gefahrerhöhung
Zahlungsverzug bei der Folgeprämie
Besitzwechselkündigung (Kündigung durch den Versicherer)

§ 1a VersVG – Antragsbindefrist wurde nicht eingehalten:
Die sechswöchige Antragsbindungsfrist wurde überschritten. (Eine längere Frist ist nur wirksam, wenn sie im Einzelnen ausgehandelt wurde.)
Der Versicherungsnehmer kann ohne Einhaltung einer Frist vom Vertrag zurücktreten.

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§ 3 KschG – Haustürgeschäfte:
Rücktrittsrecht bei Haustürgeschäften. Das bedeutet, der Abschluss erfolgte auf Verlassung des Abschlusswerbers (Mitarbeiter des Versicherers) außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten des Versicherers.
Fristen:
•    wenn im Antrag auf die Rücktrittsmöglichkeit hingewiesen wird: 1 Woche ab Polizzenzugang
•    ohne Hinweis: 1 Monat ab Polizzenzugang

Kein Rücktrittsrecht hat der Konsument:
•    wenn er das Geschäft selbst angebahnt hat
•    wenn dem Zustandekommen des Geschäftes keine Besprechung vorausgegangen ist

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§ 3a KschG – Begünstigung durch Dritte wurde nicht eingehalten:
Das Rücktrittsrecht nach § 3a KschG besteht dann, wenn der Versicherer mit steuerlicher Begünstigung oder mit Mitwirkung Dritter (z.B. Assistance-Leistung) wirbt und diese Zusagen nicht oder nur in erheblich geringerem Umfang eintreten.
Frist: 1 Monat ab Erhalt der Polizze.

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§ 5 VersVG – Polizze weicht vom Antrag ab:
Wenn die Polizze vom Inhalt des Antrags in wesentlichen Punkten (zuungunsten des Versicherungsnehmers) abweicht (Laufzeit, Prämie, Sparten, Einschlüsse, …), müssen die Abweichungen aus der Polizze deutlich ersichtlich sein. Wünscht der Versicherungsnehmer diesen geänderten Vertragsinhalt nicht, so kann er innerhalb von 1 Monat zurücktreten.
Widerspricht der Versicherungsnehmer nicht innerhalb dieser Frist, so gilt der Vertrag in der vom Versicherer geänderten Form.

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§ 5b VersVG – Nichtausfolgung von Antragskopie und/oder Bedingungen:
Dem Versicherungsnehmer sind bei Antragsstellung keine Antragskopie und/oder keine Versicherungsbedingungen ausgehändigt worden. Der Vertrag hätte länger als 6 Monate laufen sollen.

Hier gibt es drei Möglichkeiten:
1.    Der Versicherungsnehmer erhält die Polizze + Versicherungsbedingungen + Belehrung über sein Rücktrittsrecht +
     Informationen gem.  § 9a/18b VAG: Das Rücktrittsrecht beträgt 2 Wochen ab Erhalt der Polizze.
2.    Der Versicherungsnehmer erhält die Polizze, die Belehrung über sein Rücktrittsrecht + Informationen gem. § 9a/18b VAG,
–     jedoch keine Versicherungsbedingungen (vor Antragsunterfertigung!): Das Rücktrittsrecht beträgt 1 Monat ab Erhalt der Polizze.
3.    Der Versicherungsnehmer erhält die  Polizze + Versicherungsbedingungen + Informationen gem.  §  9a/18b  VAG, wird aber
–     nicht über sein Rücktrittsrecht belehrt: Der Versicherungsnehmer hat ein immerwährendes Rücktrittsrecht.

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§ 165a VersVG – Rücktritt bei Lebensversicherungsverträgen:
Bei Lebensversicherungen hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, binnen zweier Wochen nach dem Zustandekommen des Vertrags von diesem zurückzutreten. Hat der Versicherer vorläufige Deckung gewährt, ist für diesen Zeitraum Prämie zu bezahlen. Hat der Versicherer der Verpflichtung zur Bekanntgabe seiner Anschrift (§ 9a Abs. 1Z1 VAG) nicht entsprochen, so beginnt die Frist zum Rücktritt erst zu laufen, wenn dem Versicherungsnehmer diese Anschrift bekannt wird.

Ausnahmen:
•    Gruppenversicherungsverträge
•    Verträge mit einer Laufzeit von weniger als 6 Monaten

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§ 6 Abs. 1 Z2 KschG – Ablaufkündigung / kein Hinweis auf Verlängerungsklausel (nur für Konsumentenverträge):
Wenn der Versicherer verabsäumt, den Versicherungsnehmer zeitgerecht auf die stillschweigende Verlängerung des Vertrags über die vereinbarte Laufzeit hinaus aufmerksam zu machen, ist eine Kündigung unter Hinweis auf das KschG möglich. Die vorgeschriebene Prämie darf noch nicht eingezahlt sein.

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§ 8 Abs. 2 VersVG – Stillschweigende Verlängerung der Vertragsdauer:
Versicherungsverträge mit unbestimmter Laufzeit können von beiden Seiten zum Ablauf jedes Versicherungsjahres gekündigt werden. Die Kündigungsfrist muss für beide Teile gleich sein und darf nicht weniger als 1 Monat und nicht mehr als 3 Monate betragen. Auf das Kündigungsrecht kann einverständlich bis zur Dauer von 2 Jahren verzichtet werden.

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§ 8 Abs. 3 VersVG – Ablaufkündigung für 3-Jahresverträge:
Ist der Versicherungsnehmer Verbraucher im Sinne des KschG, so kann er ein Versicherungsverhältnis, das für eine Dauer von mehr als 3 Jahren abgeschlossen wurde, zum Ende des dritten Jahres oder jedes darauffolgenden Jahres mit einer Frist von 1 Monat schriftlich kündigen.

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§ 14 KHVG – Kfz-Haftpflichtverträge:
Kfz-Haftpflichtversicherungen sind jährlich kündbar. Sie können jedes Jahr zum dem Vertragsbeginn folgenden Monatsersten gekündigt werden.
Frist: 1 Monat

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§ 14a KHVG – Prämienerhöhung in der Kfz-Haftpflichtversicherung:
Wird das Recht der einseitigen Prämienerhöhung ausgeübt, so kann der Versicherungsnehmer den Vertrag kündigen. Die Frist beginnt zu laufen, sobald die Informationen über die Prämienerhöhung beim Versicherungsnehmer eingegangen sind. (Dieser Paragraf bezieht sich nur auf Kfz-Haftpflichtverträge.)
Frist: 1 Monat

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§ 60 Abs. 1 VersVG – Doppelversicherung:
Hat der Versicherungsnehmer irrtümlich einen zweiten Versicherungsvertrag für ein Risiko abgeschlossen, sodass eine Doppelversicherung entsteht, so kann er verlangen, dass der jüngere Vertrag aufgehoben oder die Versicherungssumme, unter verhältnismäßiger Minderung der Prämie, auf den Teilbetrag herabgesetzt wird, der durch die frühere Versicherung nicht gedeckt ist.
Frist: 1 Monat ab Kenntniserlangung

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§ 68 VersVG – Wegfall des versicherten Interesses:
Fällt das versicherte Interesse weg, so kann der Versicherungsnehmer ohne Frist den Vertrag kündigen.
Bei Haushaltsversicherungen gilt folgende Sonderregelung:
•    Bei Wohnungswechsel übersiedelt der Vertrag mit an die neue Adresse, sofern dort nicht eine ausreichende
   Haushaltsversicherung besteht.
•    Bei Verträgen nach den ABH 1989 (Allgemeine Haushalts-Bedingungen) kann der Versicherungsnehmer kündigen, sofern er die
   Kündigung vor Beginn der Übersiedlung ausspricht.

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§ 70 Abs. 2 VersVG – Besitzwechselkündigung (Erwerberkündigung):
Der Erwerber ist berechtigt, das Versicherungsverhältnis zu kündigen. Die Kündigung kann nur mit sofortiger Wirkung oder auf den Schluss der laufenden Versicherungsperiode erfolgen. Das Kündigungsrecht erlischt, wenn es nicht innerhalb eines Monats nach dem Erwerb ausgeübt wird. Hatte der Erwerber von der Versicherung keine Kenntnis, so bleibt das Kündigungsrecht bis zum Ablauf eines Monats vom Zeitpunkt an bestehen, in welchem der Erwerber von der Versicherung Kenntnis erlangt hat.

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§ 96 VersVG – Kündigung der Feuerversicherung nach dem Versicherungsfall:
•    Nach Eintritt eines Versicherungsfalles in der Feuerversicherung ist jeder Teil (sowohl Versicherer als auch
   Versicherungsnehmer!) berechtigt, das Versicherungsverhältnis zu kündigen. Die Kündigung ist nur bis zum Ablauf eines Monats
   seit dem Abschluss der Verhandlungen über die Entschädigung zulässig. Der Versicherer hat eine Kündigungsfrist von einem
–   Monat einzuhalten. Der Versicherungsnehmer kann nicht für einen späteren Zeitpunkt als den Schluss der laufenden
–   Versicherungsperiode kündigen.
•    Diese Regelung gilt nicht für Bündelprodukte (z.B. Haushaltsversicherung)!

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§ 113 VersVG – Kündigung der Hagelversicherung nach dem Versicherungsfall:
•    Nach dem Eintritt eines Versicherungsfalles in der Hagelversicherung ist jeder Teil (sowohl Versicherer als auch
   Versicherungsnehmer!) berechtigt, das Versicherungsverhältnis zu kündigen: der Versicherer nur für den Schluss der
   Versicherungsperiode, in welcher der Versicherungsfall eingetreten ist, der Versicherungsnehmer spätestens für diesen
–   Zeitpunkt.
•    Diese Regelung gilt nicht für Bündelprodukte (z.B. Haushaltsversicherung)!

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§ 158 VersVG – Kündigung der Haftpflichtversicherung nach dem Versicherungsfall:
•    Hat nach dem Eintritt eines Versicherungsfalles in der Haftpflichtversicherung der Versicherer seine Verpflichtung zur Leistung
–   der Entschädigung dem Versicherungsnehmer gegenüber anerkannt oder die Leistung der fälligen Entschädigung verweigert, so
   ist jeder Teil (sowohl Versicherer als auch Versicherungsnehmer!) berechtigt, das Versicherungsverhältnis zu kündigen. Das
   Gleiche gilt, wenn der Versicherer dem Versicherungsnehmer die Weisung erteilt, es über den Anspruch des Dritten zum
   Rechtsstreit kommen zu lassen.
•    Diese Regelung gilt nicht für Bündelprodukte (z.B. Haushaltsversicherung)!

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§ 165 VersVG – Kündigung von Lebensversicherungen:
Sind in der Lebensversicherung laufende Prämien zu entrichten, so kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis jederzeit für den Schluss der laufenden Versicherungsperiode kündigen.
•    In der Erlebensversicherung besteht die Möglichkeit des Rückkaufs. Der Vertrag muss mindestens 10 % der Vertragslaufzeit
   oder 3 Jahre bestanden haben. (In den meisten Fällen ist diese Vertragsbeendigung ungünstig, da der Rückkaufwert in den
   ersten Jahren niedriger ist als die eingezahlten Prämien.)
•    Der Versicherungsnehmer kann nach mindestens 10 % der Laufzeit oder 3 Jahren zum Schluss der laufenden
–   Versicherungsperiode die Umwandlung in eine prämienfreie Versicherung verlangen.

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§ 191b Abs. 3 VersVG – Ablaufkündigung für alte 10-Jahresverträge (abgeschlossen vor dem 1.4.1994):
Konsumentenverträge, die vor dem 1.4.1994 abgeschlossen wurden, kann der Versicherungsnehmer zum Ende jeder Versicherungsperiode (seit 31.12.1999) mit einer Frist von 6 Monaten schriftlich kündigen.

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§ 38 VersVG – Zahlungsverzug bei der Erstprämie:
Zahlt der Versicherungsnehmer die Erstprämie nach Abschluss eines Versicherungsvertrags und Aufforderung zur Prämienzahlung nicht innerhalb von 14 Tagen, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten. Es gilt als Rücktritt, wenn der Anspruch auf die Prämie nicht innerhalb dreier Monate vom Fälligkeitstag an gerichtlich geltend gemacht wird. Tritt nach Ablauf der Frist der Versicherungsfall ein, ist der Versicherer leistungsfrei, außer wenn den Versicherungsnehmer an der verspäteten Zahlung kein Verschulden trifft. Die hier beschriebenen Rechtsfolgen (Rücktritt oder Leistungsfreiheit) bestehen nur, wenn der Versicherer darauf hingewiesen hat.

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§ 6 VersVG – Vorsätzliche Schadensfallherbeiführung, Obliegenheitsverletzung:
Werden vom Versicherungsnehmer vertraglich vereinbarte Obliegenheiten verletzt, so kann der Versicherer den Vertrag fristlos kündigen. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats ab Kenntniserlangung über die Obliegenheitsverletzung ausgesprochen werden.

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§ 10 VersVG – Nichtanzeigen einer Wohnungsänderung:
Hat der Versicherungsnehmer seine Wohnung geändert, die Änderung aber dem Versicherer nicht mitgeteilt, so genügt für eine Willenserklärung, die dem Versicherungsnehmer gegenüber abzugeben ist, die Absendung eines eingeschriebenen Briefes nach der letzten dem Versicherer bekannten Wohnung. Die Erklärung wird in dem Zeitpunkt wirksam, in welchem sie ohne die Wohnungsänderung bei regelmäßiger Beförderung dem Versicherungsnehmer zugegangen wäre. Das Gleiche gilt auch für Gewerbebetriebe.

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§ 14 VersVG – Konkurs des Versicherungsnehmers:
Der Versicherer kann sich für den Fall der Eröffnung des Konkurses oder des Ausgleichsverfahrens über das Vermögen des Versicherungsnehmers die Befugnis ausbedingen, das Versicherungsverhältnis mit einer Frist von einem Monat zu kündigen. Das Gleiche gilt für den Fall, dass die Zwangsverwaltung der versicherten Liegenschaft bewilligt wird.

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§ 24 VersVG – Kündigung wegen Gefahrerhöhung:
•    Erhöht der Versicherungsnehmer ohne Einwilligung des Versicherers die Gefahr oder lässt eine Gefahrenerhöhung vornehmen,
   so kann der Versicherer das Versicherungsverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Beruht die Verletzung
   nicht auf einem Verschulden des Versicherungsnehmers, so muss dieser die Kündigung erst mit dem Ablauf eines Monats gegen
–   sich gelten lassen.
•    Das Kündigungsrecht erlischt, wenn es nicht innerhalb eines Monats von dem Zeitpunkt an ausgeübt wird, in welchem der
–   Versicherer von der Erhöhung der Gefahr Kenntnis erlangt, oder wenn der Zustand wiederhergestellt ist, der vor der Erhöhung
–   bestanden hat.

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§ 39 VersVG – Zahlungsverzug bei der Folgeprämie:
Wird die Folgeprämie vom Versicherungsnehmer nicht bezahlt, kann der Versicherer dem Versicherungsnehmer eine Nachfrist von mindestens 2 Wochen setzen und auf die Rechtsfolgen nach Ablauf dieser Nachfrist hinweisen. Bleibt die Prämie nach Ablauf der Nachfrist unbezahlt, kann der Versicherer fristlos kündigen. Die Kündigung kann auch gemeinsam mit der Nachfrist zum Ende derselben ausgesprochen werden.

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§ 70 Abs. 1 VersVG – Besitzwechselkündigung (Kündigung durch den Versicherer):
Wird die versicherte Sache vom Versicherungsnehmer veräußert, so ist der Versicherer berechtigt, dem Erwerber das Versicherungsverhältnis unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zu kündigen. Das Kündigungsrecht erlischt, wenn der Versicherer es nicht innerhalb eines Monats vom Zeitpunkt an ausübt, in welchem er von der Veräußerung Kenntnis erlangt hat.

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