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Reiseversicherung

 

Informationen

Stornoversicherung: Eine Reisestornoversicherung schützt den Versicherten vor Gebühren, die entstehen können, wenn die bereits gebuchte Reise nicht angetreten werden kann. Dabei werden unter gewissen Voraussetzungen wie etwa Unfall, Tod oder Krankheit des Versicherten oder eines nahen Angehörigen die Stornogebühren zum Ganzen oder teilweise übernommen.

Reiseabbruchversicherung: Eine Reiseabbruchversicherung deckt jene Kosten ab, die entstehen, wenn eine Reise aus bestimmten Gründen abgebrochen werden muss. Es werden je nach Versicherungsvertrag Rückreisekosten und Stornierungskosten für die restliche Reise in voller Höhe oder teilweise erstattet.

Verspätungsschutz: Der Verspätungsschutz schützt den Versicherten, wenn sich die Anreise zum Bahnhof/Flughafen/Hafen aus einem der nachstehenden Gründe nachweislich verzögert und dadurch die gebuchte reguläre Abfahrt/der gebuchte reguläre Abflug unverschuldet versäumt wird:

•   Unfall oder Verkehrsunfall der versicherten Person;

•   Technisches Gebrechen des benützten Verkehrsmittels;

•   Flugverspätung.

Reisegepäckversicherung: Eine Reisegepäckversicherung ersetzt auf Reisen abhandengekommenes Gepäck unter gewissen Bedingungen (z. B. Überwachung des Gepäcks) bis zu einer vereinbarten Höchstgrenze.

Reisekrankenversicherung: Eine Reisekrankenversicherung schützt den Versicherten vor Arzt- und Behandlungskosten, die im Ausland im Falle einer Krankheit entstehen können. Es wird jener Betrag teilweise oder zum Ganzen übernommen, der durch die gesetzliche Krankenversicherung (durch Sozialversicherungsabkommen mit anderen Staaten) nicht gedeckt ist. Ein Heimtransport des Versicherten infolge einer schweren Krankheit oder eines Unfalls kann ebenfalls durch eine Reisekrankenversicherung gedeckt sein.

Reiseunfallversicherung: Eine Reiseunfallversicherung kommt für entstandene finanzielle Nachteile in Verbindung mit einem Unfall auf Reisen auf. Leistungen vonseiten des Versicherers erhält man meistens bei dauernder Invalidität, für Bergungs- und Rückholkosten und im Todesfall.

Reiseprivathaftpflicht: Die Reiseprivathaftpflicht deckt jene Kosten ab, die von der versicherten Person als Privatperson während einer Reise verursacht wird und aus welchem der versicherten Person Schadenersatzverpflichtungen erwachsen oder erwachsen könnten.

 

Wichtige Fragen

Ab wann greift die Versicherung?

Der Versicherungsschutz beginnt nach Bezahlung der Versicherungsprämie und endet je nach Vertragsvariante mit dem Reiseantritt (z. B. Stornoversicherung) oder dem Reiseende. Ist nichts anderes vereinbart, so gilt der Versicherungsschutz ab Verlassen des Wohnortes und endet mit der Rückkehr dorthin.

Die Versicherung gilt je nach Vereinbarung weltweit oder nur in Europa. Es gibt auch so genannte „Jahresreiseversicherungen”, bei denen automatisch jede Reise innerhalb des vereinbarten Zeitraums versichert ist.

Was beinhaltet die Versicherung?

In der Reiseversicherung gibt es unterschiedliche Produktvarianten, nämlich:

•   Reisekrankenversicherung

•   Reisegepäckversicherung

•   Reisekaskoversicherung

•   Storno-und Stornoselbstbehaltversicherung

•   Reiseumbuchungs-und Reiseabbruchversicherung

Welche Schäden werden abgedeckt?

Bei der Reisekrankenversicherung:

Versichert sind medizinische Behandlungen bei akuter Erkrankung bzw. infolge eines Unfalls des Versicherten im Ausland.

Bis zur Höhe der Versicherungssumme werden bezahlt:

•   Ambulante Behandlungen

•   Heilmittel

•   Die stationäre Behandlung in staatlich anerkannten Krankenhäusern

•   Der Transport in das nächstgelegene Krankenhaus und ein notwendiger Verlegungstransport

•   Ein medizinisch begründeter Rücktransport, wenn die Maßnahmen von einem Arzt angeordnet wurden, sowie die Heimreise einer

   ebenfalls versicherten Begleitperson

•   Die Überführung Verstorbener oder ein Begräbnis vor Ort

•   Der Transport von mitgeführtem Reisegepäck

•   Bei Krankenhausaufenthalten, die länger als fünf Tage dauern: die Organisation der Anreise einer dem Versicherten

   nahestehenden Person und ein Kostenvorschuss für das Krankenhaus.

Bei der Reisegebäckversicherung:

•   Das gesamte Reisegepäck, das Sie und die mitversicherten Personen auf Reisen mitnehmen oder erwerben

•   Technisches Gerät samt Zubehör (Videokamera, Telefon), Sportgeräte, Schmuck, Uhren, Pelze, wenn sie sicher verwahrt und

   persönlich beaufsichtigt oder getragen bzw. benutzt werden, einem Beherbergungsbetrieb, einer bewachten Garderobe, einer

•   Gepäckaufbewahrung übergeben worden sind oder sich in einem verschlossenen Raum befinden

•   Die Wiederbeschaffung von Dokumenten zu bestimmten, in den Versicherungsbedingungen genannten Summen

Beispiele für versicherte Schadensfälle:

Das Abhandenkommen und die Beschädigung der versicherten Gegenstände zum Beispiel durch höhere Gewalt, Sturm, Brand, Blitzschlag oder Explosion oder wenn Sie während der Reise bestohlen oder beraubt werden. Wenn das Auto aufgebrochen wird oder wenn Sie einen Unfall haben.

Nicht versichert:

•   Geld, Wertpapiere, Fahrkarten, Dokumente, Kunstgegenstände, Übersiedlungsgut

•   Fahrzeuge und Zubehör sowie Ersatzteile

•   Werkzeuge, PCs, alle Gegenstände, die zur Ausübung des Berufes mitgeführt werden

Nicht versichert sind auch Schäden, die

•   Vorsätzlich oder grob fahrlässig von Ihnen selbst,

•   Durch behördliche Verfügung,

•   Krieg, Terrorismus verursacht werden oder

•   Durch Vergessen, Verlieren, Liegenlassen oder mangelnde Beaufsichtigung des Gepäcks entstehen.

•   Auch Abnutzung, Verschleiß und mangelhafte Materialbeschaffenheit des Reisegepäcks sind nicht versichert

Bei der Reiseumbuchungs-, Abbruchs- und Stornoversicherung:

Für die Umbuchung von Reisen fallen mitunter beträchtliche Gebühren an. Die Reiseumbuchungsversicherung ersetzt Ihnen diese Kosten.

Bei einer Reiseabbruchsversicherung zahlt die Versicherung die notwendigen Rückreisekosten und die nicht genutzten Teile des Reisearrangements.

Im Fall eines versicherten Reiserücktrittes (Storno) werden die Kosten bezahlt, die der Versicherte dem Reiseunternehmen zum Zeitpunkt des Eintrittes des Versicherungsfalles vertraglich schuldet.

Versichert sind die Kosten für ein gebuchtes Reisearrangement inklusive Mietkosten. Ein paar Beispiele:

•   Die/der Versicherte kann aus medizinischen Gründen – vom Arzt attestiert – auch wegen einer nach der Buchung entstandenen

•   Schwangerschaft, oder im Todesfall, die Reise nicht antreten

•   Tod, Unfall oder schwere Erkrankung eines nahen Verwandten, Lebensgefährten, der Schwiegereltern oder Schwiegerkinder des

   Versicherten bzw. einer anderen in der Polizze festgelegten Person

•   Der Versicherte wurde von seinem Arbeitgeber gekündigt oder zum Grundwehr oder Zivildienst einberufen

•   Durch einen erheblichen Schaden am Eigentum (Brand, Sturm, Überschwemmung etc.) ist die Anwesenheit des Versicherten zur

•   Schadenfeststellung erforderlich

•   Auch unerwartete, wichtige Schulprüfungen können ein Grund für eine Stornierung der Reise sein. Versicherungsschutz ist unter

•   besonderen Bedingungen auch hier gegeben.

Was ist im Falle eines Schadens zu beachten?

Reisekrankenversicherung:

Melden Sie eine Erkrankung so rasch wie möglich Ihrer Versicherung. Vor der Einleitung eigener Maßnahmen (z. B. Reiseabbruch oder Spitalsaufenthalt) sollte nämlich mit dem Versicherer geklärt werden, ob Versicherungsschutz gegeben ist.

Wenn Sie sozialversichert oder privat krankenversichert sind, machen Sie Ihre Ansprüche zuerst bei diesen Stellen geltend. Rechnungen sollten entweder in Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch oder Spanisch verfasst und möglichst aufgegliedert und detailliert sein.

Nicht versichert

•   Die Grund für den Antritt der Reise sind

•   Die bei Antritt der Reise für den Versicherungsnehmer vorhersehbar sind

•   Vor Ort in Anspruch genommenen Kuren

•   Impfungen und ärztliche Gutachten und Atteste

•   Zahnbehandlungen

•   Heilbehelfe wie zum Beispiel Brillen, Prothesen etc.

•   Entbindungen und Abtreibungen

•   Kontrolluntersuchungen und Nachbehandlungen

•   Sonderleistungen im Krankenhaus wie Sonderklasse oder Telefongebühren

•   Chronische Erkrankungen (gilt vor allem bei Kreditkartenversicherungen).

Reisegepäckversicherung:

Ist Ihr Gepäck durch Diebstahl, Raub oder bei einem Verkehrsunfall beschädigt worden oder abhandengekommen, zeigen Sie es bitte sofort bei der örtlichen Polizei an. Lassen Sie sich auch eine Bestätigung darüber geben. Wenn das Gepäck im Hotel, am Campingplatz, oder während einer Bahn- oder Flugreise beschädigt wurde, so sollte man dies ebenfalls sofort der Hotel-bzw. Campingleitung und dem Beförderungsunternehmen melden und eine Bestätigung verlangen. Danach muss der Schaden unverzüglich bei der Versicherung gemeldet werden.

 

Quellenangabe: vvo.at, wikipedia.at

 

Versicherung kündigen


Bitte ausfüllen, ausdrucken und unterschreiben und an ihre Versicherung eingeschrieben senden.
Tipp: Machen Sie sich eine Kopie davon.

Wie und wann kann ich einen Versicherungsvertrag kündigen?

Versicherungsverträge werden meistens auf 3-10 Jahre abgeschlossen und können generell zum Ablauf unter Einhaltung der Kündigungsfrist (1-3 Monate) gekündigt werden. Verträge, welche nach dem 31. März 1994 abgeschlossen wurden, können zum Ablauf des dritten Jahres (§8 Abs. 3 VersVG) unter Einhaltung der Kündigungsfrist (1-3 Monate) gekündigt werden. Danach besteht ein jährliches Kündigungsrecht unter Einhaltung der Kündigungsfrist (1-3 Monate).
Verträge, welche vor dem 31. März 1994 abgeschlossen wurden, können nur mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten vor Ablauf des jeweiligen Versicherungsjahres gekündigt werden.

Achtung: Aus Beweisgründen sollten Sie die Kündigung rechtzeitig und eingeschrieben einschicken und darauf achten, dass sie bereits vor Beginn der Kündigungsfrist bei der Versicherung einlangt.

Dauerrabatt:

•    Bei Verträgen zwischen 3 und 10 Jahren wird meist ein Prämiennachlass in Form eines Dauerrabatts gewährt.
•    Bei vorzeitiger Kündigung verlangt der Versicherer diesen für die in Anspruch genommenen versicherten Jahre anteilig zurück.

Rücktritt von Verträgen:

•    Als Verbraucher haben Sie das Recht, gemäß § 3 KschG (Konsumentenschutzgesetz) innerhalb von 1 Woche ab Erhalt der
   Polizze vom Vertrag zurückzutreten, wenn der Vertrag auf Veranlassung des Werbers außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten
–   des Versicherers abgeschlossen wurde. Dieses Recht besteht nicht, wenn der Konsument das Geschäft selbst angebahnt hat.
•    Wenn Sie Ihre schriftliche Vertragserklärung persönlich beim Versicherer abgegeben haben, können Sie gemäß § 5b VersVG
–   unter bestimmten Voraussetzungen innerhalb von 2 Wochen vom Vertrag zurücktreten: u.a. dann, wenn Sie keine Kopie der
   Vertragsunterlagen erhalten haben. Der Rücktritt muss schriftlich erfolgen.

–   Beispiel: „Gemäß § 5b VersVG trete ich von o.a. Vertrag zurück.“
•    Gemäß § 1a VersVG kann der Versicherer nach Ihrem Rücktrittsantrag auf eine Bindungsfrist bestehen. Diese Frist darf
–   höchstens 6 Wochen betragen, außer es wurde eine längere Bindungsfrist vereinbart.

Kündigung von Verträgen

Kfz-Haftpflicht, Kasko und Kfz-Rechtsschutzversicherung
•    Ablauf des Vertrags gemäß § 14 KHVG (Kündigungsfrist: 1 Monat)
•    Kündigung gemäß § 14a KHVG (Kündigungsfrist: 1 Monat ab Mitteilung)
•    Das versicherte Kraftfahrzeug wurde behördlich abgemeldet und verkauft (keine Kündigungsfrist)
•    Kfz-Rechtsschutzversicherung (Art. 17 Pkt. 5 ARB) (keine Kündigungsfrist)

Beispiel: „Ich kündige die Rechtsschutzversicherung aufgrund von Risikowegfall.“

Elementarsparten: Unfall, Rechtsschutz, Eigenheim, Haushalt, etc.

•    Bei unangemessener Fristsetzung durch den Versicherer (keine Kündigungsfrist)

–   Beispiel: „Der Vertrag ist gemäß § 6 Abs 1 KSchG abgelaufen. Ich ersuche um rückwirkende Stornierung und
–   Rücküberweisung der irrtümlich eingezahlten Prämie.“
•    Kündigung der Haushaltsversicherung wegen Übersiedlung (Art. 3 Pkt 4 ABH) (Kündigungsfrist: vor dem Umzug)

–   Beispiel: „Der Umzug beginnt einen Tag nach o.a. Kündigungsdatum.“
•    Erwerbskündigung gemäß § 70 VersVG
–   (Kündigungsfrist: 1 Monat nach dem Erwerb bzw. nach Kenntniserlangung von der Versicherung)
–   Beispiel: „Als Erwerber des versicherten Risikos kündige ich alle dafür bei Ihnen bestehenden Versicherungen im eigenen
   sowie im Namen aller Miteigentümer.“

WICHTIG: Wir bemühen uns stets, alle Inhalte aktuell und vorselektiert anzubieten. Jedoch können wir nicht für Aktualität und Richtigkeit garantieren und somit auch keine Haftung für daraus resultierende Schäden übernehmen.

Sie haben folgende Möglichkeiten für einen Rücktritt:

§ 1a VersVG
§ 3 KschG
§ 3a KschG
§ 5 VersVG
§ 5b VersVG
§ 165a VersVG

Antragsbindefrist wurde nicht eingehalten
Haustürgeschäfte
Begünstigung durch Dritte wurde nicht eingehalten
Polizze weicht vom Antrag ab
Nichtausfolgung von Antragskopie und/oder Bedingungen
Rücktritt bei Lebensversicherungsverträgen

Sie haben folgende Möglichkeiten für eine Kündigung:

§ 6 Abs. 1 Z 2 KschG
§ 8 Abs. 2 VersVG
§ 8 Abs. 3 VersVG
§ 14 KHVG
§ 14a KHVG
§ 60 Abs. 1 VersVG
§ 68 VersVG
§ 70 Abs. 2 VersVG
§ 96 VersVG
§ 113 VersVG
§ 158 VersVG
§ 165 VersVG
§ 191b Abs. 3 VersVG

Ablaufkündigung / kein Hinweis auf Verlängerungsklausel (nur für Konsumentenverträge)
Stillschweigende Verlängerung der Vertragsdauer
Ablaufkündigung für 3-Jahresverträge
Kfz-Haftpflichtverträge
Prämienerhöhung in der Kfz-Haftpflichtversicherung
Doppelversicherung
Wegfall des versicherten Interesses
Besitzwechselkündigung (Erwerberkündigung)
Kündigung der Feuerversicherung nach dem Versicherungsfall
Kündigung der Hagelversicherung nach dem Versicherungsfall
Kündigung der Haftpflichtversicherung nach dem Versicherungsfall
Kündigung von Lebensversicherungen
Ablaufkündigung für alte 10-Jahresverträge (abgeschlossen vor dem 1.4.1994)

Rücktrittsmöglichkeiten für den Versicherer:

§ 38 VersVG

Zahlungsverzug bei der Erstprämie

Kündigungsmöglichkeiten für den Versicherer:

§ 6 VersVG
§ 10 VersVG
§ 14 VersVG
§ 24 VersVG
§ 39 VersVG
§ 70 Abs. 1 VersVG

Vorsätzliche Schadensfallherbeiführung, Obliegenheitsverletzung
Nichtanzeigen einer Wohnungsänderung
Konkurs des Versicherungsnehmers
Kündigung wegen Gefahrerhöhung
Zahlungsverzug bei der Folgeprämie
Besitzwechselkündigung (Kündigung durch den Versicherer)

§ 1a VersVG – Antragsbindefrist wurde nicht eingehalten:
Die sechswöchige Antragsbindungsfrist wurde überschritten. (Eine längere Frist ist nur wirksam, wenn sie im Einzelnen ausgehandelt wurde.)
Der Versicherungsnehmer kann ohne Einhaltung einer Frist vom Vertrag zurücktreten.

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§ 3 KschG – Haustürgeschäfte:
Rücktrittsrecht bei Haustürgeschäften. Das bedeutet, der Abschluss erfolgte auf Verlassung des Abschlusswerbers (Mitarbeiter des Versicherers) außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten des Versicherers.
Fristen:
•    wenn im Antrag auf die Rücktrittsmöglichkeit hingewiesen wird: 1 Woche ab Polizzenzugang
•    ohne Hinweis: 1 Monat ab Polizzenzugang

Kein Rücktrittsrecht hat der Konsument:
•    wenn er das Geschäft selbst angebahnt hat
•    wenn dem Zustandekommen des Geschäftes keine Besprechung vorausgegangen ist

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§ 3a KschG – Begünstigung durch Dritte wurde nicht eingehalten:
Das Rücktrittsrecht nach § 3a KschG besteht dann, wenn der Versicherer mit steuerlicher Begünstigung oder mit Mitwirkung Dritter (z.B. Assistance-Leistung) wirbt und diese Zusagen nicht oder nur in erheblich geringerem Umfang eintreten.
Frist: 1 Monat ab Erhalt der Polizze.

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§ 5 VersVG – Polizze weicht vom Antrag ab:
Wenn die Polizze vom Inhalt des Antrags in wesentlichen Punkten (zuungunsten des Versicherungsnehmers) abweicht (Laufzeit, Prämie, Sparten, Einschlüsse, …), müssen die Abweichungen aus der Polizze deutlich ersichtlich sein. Wünscht der Versicherungsnehmer diesen geänderten Vertragsinhalt nicht, so kann er innerhalb von 1 Monat zurücktreten.
Widerspricht der Versicherungsnehmer nicht innerhalb dieser Frist, so gilt der Vertrag in der vom Versicherer geänderten Form.

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§ 5b VersVG – Nichtausfolgung von Antragskopie und/oder Bedingungen:
Dem Versicherungsnehmer sind bei Antragsstellung keine Antragskopie und/oder keine Versicherungsbedingungen ausgehändigt worden. Der Vertrag hätte länger als 6 Monate laufen sollen.

Hier gibt es drei Möglichkeiten:
1.    Der Versicherungsnehmer erhält die Polizze + Versicherungsbedingungen + Belehrung über sein Rücktrittsrecht +
     Informationen gem.  § 9a/18b VAG: Das Rücktrittsrecht beträgt 2 Wochen ab Erhalt der Polizze.
2.    Der Versicherungsnehmer erhält die Polizze, die Belehrung über sein Rücktrittsrecht + Informationen gem. § 9a/18b VAG,
–     jedoch keine Versicherungsbedingungen (vor Antragsunterfertigung!): Das Rücktrittsrecht beträgt 1 Monat ab Erhalt der Polizze.
3.    Der Versicherungsnehmer erhält die  Polizze + Versicherungsbedingungen + Informationen gem.  §  9a/18b  VAG, wird aber
–     nicht über sein Rücktrittsrecht belehrt: Der Versicherungsnehmer hat ein immerwährendes Rücktrittsrecht.

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§ 165a VersVG – Rücktritt bei Lebensversicherungsverträgen:
Bei Lebensversicherungen hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, binnen zweier Wochen nach dem Zustandekommen des Vertrags von diesem zurückzutreten. Hat der Versicherer vorläufige Deckung gewährt, ist für diesen Zeitraum Prämie zu bezahlen. Hat der Versicherer der Verpflichtung zur Bekanntgabe seiner Anschrift (§ 9a Abs. 1Z1 VAG) nicht entsprochen, so beginnt die Frist zum Rücktritt erst zu laufen, wenn dem Versicherungsnehmer diese Anschrift bekannt wird.

Ausnahmen:
•    Gruppenversicherungsverträge
•    Verträge mit einer Laufzeit von weniger als 6 Monaten

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§ 6 Abs. 1 Z2 KschG – Ablaufkündigung / kein Hinweis auf Verlängerungsklausel (nur für Konsumentenverträge):
Wenn der Versicherer verabsäumt, den Versicherungsnehmer zeitgerecht auf die stillschweigende Verlängerung des Vertrags über die vereinbarte Laufzeit hinaus aufmerksam zu machen, ist eine Kündigung unter Hinweis auf das KschG möglich. Die vorgeschriebene Prämie darf noch nicht eingezahlt sein.

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§ 8 Abs. 2 VersVG – Stillschweigende Verlängerung der Vertragsdauer:
Versicherungsverträge mit unbestimmter Laufzeit können von beiden Seiten zum Ablauf jedes Versicherungsjahres gekündigt werden. Die Kündigungsfrist muss für beide Teile gleich sein und darf nicht weniger als 1 Monat und nicht mehr als 3 Monate betragen. Auf das Kündigungsrecht kann einverständlich bis zur Dauer von 2 Jahren verzichtet werden.

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§ 8 Abs. 3 VersVG – Ablaufkündigung für 3-Jahresverträge:
Ist der Versicherungsnehmer Verbraucher im Sinne des KschG, so kann er ein Versicherungsverhältnis, das für eine Dauer von mehr als 3 Jahren abgeschlossen wurde, zum Ende des dritten Jahres oder jedes darauffolgenden Jahres mit einer Frist von 1 Monat schriftlich kündigen.

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§ 14 KHVG – Kfz-Haftpflichtverträge:
Kfz-Haftpflichtversicherungen sind jährlich kündbar. Sie können jedes Jahr zum dem Vertragsbeginn folgenden Monatsersten gekündigt werden.
Frist: 1 Monat

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§ 14a KHVG – Prämienerhöhung in der Kfz-Haftpflichtversicherung:
Wird das Recht der einseitigen Prämienerhöhung ausgeübt, so kann der Versicherungsnehmer den Vertrag kündigen. Die Frist beginnt zu laufen, sobald die Informationen über die Prämienerhöhung beim Versicherungsnehmer eingegangen sind. (Dieser Paragraf bezieht sich nur auf Kfz-Haftpflichtverträge.)
Frist: 1 Monat

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§ 60 Abs. 1 VersVG – Doppelversicherung:
Hat der Versicherungsnehmer irrtümlich einen zweiten Versicherungsvertrag für ein Risiko abgeschlossen, sodass eine Doppelversicherung entsteht, so kann er verlangen, dass der jüngere Vertrag aufgehoben oder die Versicherungssumme, unter verhältnismäßiger Minderung der Prämie, auf den Teilbetrag herabgesetzt wird, der durch die frühere Versicherung nicht gedeckt ist.
Frist: 1 Monat ab Kenntniserlangung

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§ 68 VersVG – Wegfall des versicherten Interesses:
Fällt das versicherte Interesse weg, so kann der Versicherungsnehmer ohne Frist den Vertrag kündigen.
Bei Haushaltsversicherungen gilt folgende Sonderregelung:
•    Bei Wohnungswechsel übersiedelt der Vertrag mit an die neue Adresse, sofern dort nicht eine ausreichende
   Haushaltsversicherung besteht.
•    Bei Verträgen nach den ABH 1989 (Allgemeine Haushalts-Bedingungen) kann der Versicherungsnehmer kündigen, sofern er die
   Kündigung vor Beginn der Übersiedlung ausspricht.

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§ 70 Abs. 2 VersVG – Besitzwechselkündigung (Erwerberkündigung):
Der Erwerber ist berechtigt, das Versicherungsverhältnis zu kündigen. Die Kündigung kann nur mit sofortiger Wirkung oder auf den Schluss der laufenden Versicherungsperiode erfolgen. Das Kündigungsrecht erlischt, wenn es nicht innerhalb eines Monats nach dem Erwerb ausgeübt wird. Hatte der Erwerber von der Versicherung keine Kenntnis, so bleibt das Kündigungsrecht bis zum Ablauf eines Monats vom Zeitpunkt an bestehen, in welchem der Erwerber von der Versicherung Kenntnis erlangt hat.

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§ 96 VersVG – Kündigung der Feuerversicherung nach dem Versicherungsfall:
•    Nach Eintritt eines Versicherungsfalles in der Feuerversicherung ist jeder Teil (sowohl Versicherer als auch
   Versicherungsnehmer!) berechtigt, das Versicherungsverhältnis zu kündigen. Die Kündigung ist nur bis zum Ablauf eines Monats
   seit dem Abschluss der Verhandlungen über die Entschädigung zulässig. Der Versicherer hat eine Kündigungsfrist von einem
–   Monat einzuhalten. Der Versicherungsnehmer kann nicht für einen späteren Zeitpunkt als den Schluss der laufenden
–   Versicherungsperiode kündigen.
•    Diese Regelung gilt nicht für Bündelprodukte (z.B. Haushaltsversicherung)!

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§ 113 VersVG – Kündigung der Hagelversicherung nach dem Versicherungsfall:
•    Nach dem Eintritt eines Versicherungsfalles in der Hagelversicherung ist jeder Teil (sowohl Versicherer als auch
   Versicherungsnehmer!) berechtigt, das Versicherungsverhältnis zu kündigen: der Versicherer nur für den Schluss der
   Versicherungsperiode, in welcher der Versicherungsfall eingetreten ist, der Versicherungsnehmer spätestens für diesen
–   Zeitpunkt.
•    Diese Regelung gilt nicht für Bündelprodukte (z.B. Haushaltsversicherung)!

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§ 158 VersVG – Kündigung der Haftpflichtversicherung nach dem Versicherungsfall:
•    Hat nach dem Eintritt eines Versicherungsfalles in der Haftpflichtversicherung der Versicherer seine Verpflichtung zur Leistung
–   der Entschädigung dem Versicherungsnehmer gegenüber anerkannt oder die Leistung der fälligen Entschädigung verweigert, so
   ist jeder Teil (sowohl Versicherer als auch Versicherungsnehmer!) berechtigt, das Versicherungsverhältnis zu kündigen. Das
   Gleiche gilt, wenn der Versicherer dem Versicherungsnehmer die Weisung erteilt, es über den Anspruch des Dritten zum
   Rechtsstreit kommen zu lassen.
•    Diese Regelung gilt nicht für Bündelprodukte (z.B. Haushaltsversicherung)!

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§ 165 VersVG – Kündigung von Lebensversicherungen:
Sind in der Lebensversicherung laufende Prämien zu entrichten, so kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis jederzeit für den Schluss der laufenden Versicherungsperiode kündigen.
•    In der Erlebensversicherung besteht die Möglichkeit des Rückkaufs. Der Vertrag muss mindestens 10 % der Vertragslaufzeit
   oder 3 Jahre bestanden haben. (In den meisten Fällen ist diese Vertragsbeendigung ungünstig, da der Rückkaufwert in den
   ersten Jahren niedriger ist als die eingezahlten Prämien.)
•    Der Versicherungsnehmer kann nach mindestens 10 % der Laufzeit oder 3 Jahren zum Schluss der laufenden
–   Versicherungsperiode die Umwandlung in eine prämienfreie Versicherung verlangen.

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§ 191b Abs. 3 VersVG – Ablaufkündigung für alte 10-Jahresverträge (abgeschlossen vor dem 1.4.1994):
Konsumentenverträge, die vor dem 1.4.1994 abgeschlossen wurden, kann der Versicherungsnehmer zum Ende jeder Versicherungsperiode (seit 31.12.1999) mit einer Frist von 6 Monaten schriftlich kündigen.

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§ 38 VersVG – Zahlungsverzug bei der Erstprämie:
Zahlt der Versicherungsnehmer die Erstprämie nach Abschluss eines Versicherungsvertrags und Aufforderung zur Prämienzahlung nicht innerhalb von 14 Tagen, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten. Es gilt als Rücktritt, wenn der Anspruch auf die Prämie nicht innerhalb dreier Monate vom Fälligkeitstag an gerichtlich geltend gemacht wird. Tritt nach Ablauf der Frist der Versicherungsfall ein, ist der Versicherer leistungsfrei, außer wenn den Versicherungsnehmer an der verspäteten Zahlung kein Verschulden trifft. Die hier beschriebenen Rechtsfolgen (Rücktritt oder Leistungsfreiheit) bestehen nur, wenn der Versicherer darauf hingewiesen hat.

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§ 6 VersVG – Vorsätzliche Schadensfallherbeiführung, Obliegenheitsverletzung:
Werden vom Versicherungsnehmer vertraglich vereinbarte Obliegenheiten verletzt, so kann der Versicherer den Vertrag fristlos kündigen. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats ab Kenntniserlangung über die Obliegenheitsverletzung ausgesprochen werden.

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§ 10 VersVG – Nichtanzeigen einer Wohnungsänderung:
Hat der Versicherungsnehmer seine Wohnung geändert, die Änderung aber dem Versicherer nicht mitgeteilt, so genügt für eine Willenserklärung, die dem Versicherungsnehmer gegenüber abzugeben ist, die Absendung eines eingeschriebenen Briefes nach der letzten dem Versicherer bekannten Wohnung. Die Erklärung wird in dem Zeitpunkt wirksam, in welchem sie ohne die Wohnungsänderung bei regelmäßiger Beförderung dem Versicherungsnehmer zugegangen wäre. Das Gleiche gilt auch für Gewerbebetriebe.

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§ 14 VersVG – Konkurs des Versicherungsnehmers:
Der Versicherer kann sich für den Fall der Eröffnung des Konkurses oder des Ausgleichsverfahrens über das Vermögen des Versicherungsnehmers die Befugnis ausbedingen, das Versicherungsverhältnis mit einer Frist von einem Monat zu kündigen. Das Gleiche gilt für den Fall, dass die Zwangsverwaltung der versicherten Liegenschaft bewilligt wird.

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§ 24 VersVG – Kündigung wegen Gefahrerhöhung:
•    Erhöht der Versicherungsnehmer ohne Einwilligung des Versicherers die Gefahr oder lässt eine Gefahrenerhöhung vornehmen,
   so kann der Versicherer das Versicherungsverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Beruht die Verletzung
   nicht auf einem Verschulden des Versicherungsnehmers, so muss dieser die Kündigung erst mit dem Ablauf eines Monats gegen
–   sich gelten lassen.
•    Das Kündigungsrecht erlischt, wenn es nicht innerhalb eines Monats von dem Zeitpunkt an ausgeübt wird, in welchem der
–   Versicherer von der Erhöhung der Gefahr Kenntnis erlangt, oder wenn der Zustand wiederhergestellt ist, der vor der Erhöhung
–   bestanden hat.

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§ 39 VersVG – Zahlungsverzug bei der Folgeprämie:
Wird die Folgeprämie vom Versicherungsnehmer nicht bezahlt, kann der Versicherer dem Versicherungsnehmer eine Nachfrist von mindestens 2 Wochen setzen und auf die Rechtsfolgen nach Ablauf dieser Nachfrist hinweisen. Bleibt die Prämie nach Ablauf der Nachfrist unbezahlt, kann der Versicherer fristlos kündigen. Die Kündigung kann auch gemeinsam mit der Nachfrist zum Ende derselben ausgesprochen werden.

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§ 70 Abs. 1 VersVG – Besitzwechselkündigung (Kündigung durch den Versicherer):
Wird die versicherte Sache vom Versicherungsnehmer veräußert, so ist der Versicherer berechtigt, dem Erwerber das Versicherungsverhältnis unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zu kündigen. Das Kündigungsrecht erlischt, wenn der Versicherer es nicht innerhalb eines Monats vom Zeitpunkt an ausübt, in welchem er von der Veräußerung Kenntnis erlangt hat.

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